Über die Adventskalender

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Ein Universum hinter 24 Papiertürchen

Die kulturgeschichtlichen Adventskalender von Dresden, Berlin, Hamburg, Potsdam, Herrnhut oder Freiberg führen in fröhlichem Kaleidoskop durch Kultur, Geschichte und Gegenwart der Städte. Wer Spaß hat an schön gezeichneten Stadtdetails, kann sich an den Türchenbildern des traditionellen Kalenders freuen.

 

Die Kalender verbinden aber auch Handzeichnung mit digitalem Wissen. Denn wer die Orte aus ungewohntem Blickwinkel kennenlernen will, schaut im Advent auf die Internetseiten der einzelnen Kalender. Sie geben jeden Tag ein kleines Geheimnis preis und erzählen spannend und eigenwillig über das aktuelle Türchen – eine Heilige rettet sich durch eine Felsspalte und wird so zur Schutzheiligen der Bergleute, der Herrnhuter Missionar Miertsching steckt fest im arktischen Eis, ein Sachsenmeister im Schwergewicht steht im Jahre 1927 Modell für den Dresdner Goldenen Rathausmann …

 

Anspruch auf Vollständigkeit besteht nicht, doch Spaß machen sollen Bilder und Texte am Auffinden der Orte und deren Geschichten, am Warten auf den Heiligen Abend. Und manchmal erweitern sie ungeahnt den Horizont.

 

1 Besuch bei Maria
„Fürchte dich nicht, Maria … Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären …“
Es ist der Erzengel Gabriel persönlich, der zu Maria spricht. Manchmal bringt er ihr eine große weiße Lilie, Symbol der Jungfräulichkeit, oder erhebt, wie hier, den Zeigefinger. Mit weichen weiblichen Gesichtszüge wird Gabriel als Verkündiger dargestellt, schließlich soll Maria nicht vor ihm erschrecken.
Als sachkundiges Flügelwesen avancierte Gabriel zum Patron der Briefboten und Postbeamten. Mit der Modernisierung des Briefverkehrs steht auch seit 1951 das Post- und Fernmeldewesen in seiner Obhut. Geehrt wird er dafür immer am 29. September.
Dieser Gabriel aus bemaltem Holz gehört zur Italienabteilung des Bodemuseums.
Türchentext vom 1. Dezember berlinadventskalender.de